Wir holen unsere Tarta ab!

xezo2485

Endlich ist es soweit, wir holen unseren Hund Tarta bei meinen Großeltern ab. Ich habe sie die letzten Wochen unheimlich vermisst und bin froh, sie bald wieder in meine Arme schließen zu können. Natürlich hätten wir unsere Kleine gern die ganze Reise dabei gehabt, aber viele Faktoren sprachen dagegen. Wir haben sie also im Sommer von Mitte Juni bis Anfang September in Heidelberg bei Omi und Opi gelassen. Wir waren uns einfach nicht sicher, ob sie mit den heißen Temperaturen zurechtkommt. Zumal unser Auto einfach sehr schnell aufheizt. Wir hätten sie nie „mal schnell“ im Auto lassen können, weil wir Angst vor einem Hitzeschock haben mussten. Heißt so viel wie kein gemeinsames Einkaufen, Museumsbesuche, Strandgänge, denn einer hätte immer beim Hund bleiben müssen. Deswegen haben wir Tarta schweren Herzens vorübergehend bei meinen lieben Großeltern gelassen. Sie haben es übrigens hervorragend gemeistert.

Wir fahren von Bozen über zwei Pässe in Österreich nach Deutschland. Die Strecke ist wunderschön und wir freuen uns direkt auf unsere Zeit in Österreich, wenn wir den Hund abgeholt haben. Wir fahren vorbei an wunderschönen Seen und Bergen. Weil der Weg nach Heidelberg recht lang ist und wir uns ohnehin erst für einen Tag später dort angemeldet haben, beschließen wir uns hier einen schönen Campingplatz zu suchen. Wir werden an einem kleinen See umgeben von Bergen fündig. Der Campingplatz hat eine gute Größe und bietet für Kurzbesucher, also Leute, die nur eine Nacht bleiben wollen sogar einen extra ausgewiesen Platz. Für uns ist das gut, denn auch preislich kommt der Inhaber uns für unseren kurzen Aufenthalt entgegen.

Wir haben eine Bullenhitze und überlegen noch, ob wir schwimmen gehen wollen, als sich schlagartig alles zusammenzieht und es wie aus Kübeln anfängt zu schütten. Mist, wir sind hungrig und wollten eigentlich gerade Abendbrot machen. Wer unseren Ausbau kennt, weiß, dass wir hinten mit offener Heckklappe kochen. Hat sich bisher auch als wirklich sinnvoll erwiesen, aber nun habe ich natürlich recht wenig Lust draußen Essen zu machen. Der Hunger treibt mich trotz allem raus und ich koche schnell ein paar Nudeln ab. Es gibt Pasta mit Pesto, das gehört zu unseren Klassikern. Es geht eben schnell und man muss nicht aufwendig schnippeln und mehrere Kochplatten in Beschlag nehmen.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Heidelberg. Ich bin extrem aufgeregt und habe keine Ahnung, wie unser Hund reagieren wird. So lang waren wir noch nie getrennt. Ein Hund passt sich im Normalfeld recht schnell an ein neues Umfeld an, aber wird er mir böse sein oder vielleicht sogar dort bleiben wollen? Da geht einem so einiges durch den Kopf. Ich gehe von dem schlimmsten aus, um mich seelisch einzustimmen und nicht enttäuscht zu sein.

Wir parken vor der Haustür und klingeln. Mein herz pocht, als ich Tarta bellen höre. Die Tür öffnet sich und sie freut sich. Mir fällt ein großer Stein vom Herzen! Natürlich muss sich Tarta nun erst mal daran gewöhnen, dass ich wieder da bin. Und sie weiß deswegen auch noch nicht so recht, ob sie mir oder meiner Oma folgen soll. Alles in allem läuft das Wiedersehen und die Neugewöhnung aber gut und stressfrei ab. Meine Großmutter ist natürlich sehr traurig, dass unsere Kleine wieder zu uns kommt und ich habe deswegen ein schlechtes Gewissen.

Lieben Dank Oma, das du dich so gut um unsere kleine Tarta gekümmert hast! Auch einen großen Dank an Opa, der den Hund zuhause bespaßt hat und sie auch „fast“ nie am Tisch gefüttert hat. Ich hab`euch lieb!

2 Kommentare

  1. Moin Moin,

    schön das ihr Tarta wieder habt und alles gut gelaufen ist!
    Ich frage mich, ob ihr nach eurem Trip jemals wieder Nudeln essen könnt? :-)

    Liebe Grüße, Alex

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