Österreich – Krimmler Wasserfälle

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Wir erreichen unseren Campingplatz, der sich eher als Wiese herausstellt. Sanitäranlagen sind in dem angrenzenden Hotel. Das ist etwas umständlich und dazu ziemlich teuer, aber was soll`s? Wir sind in dem beschaulichen Krimml gelandet, weil hier Europas größter Wasserfall zu finden ist. Das klingt spannend und nach unserem Wasserfallflop im April in Norwegen, kommt er gerade gelegen, um Verpasstes nachzuholen.

Wir stehen am Morgen früh auf und machen uns auf die Socken. Endlich können wir auch Tarta wieder zu einer Wanderung mitnehmen und sie scheint ebenfalls motiviert zu sein. Der Krimmler Wasserfall unterteil sich in drei Abschnitte und die Wanderung hinauf dauert etwa drei Stunden. Nach unserem gefühlt endlos Klettersteig in Bozen sollten wir das mit links machen. Wir maschieren also los. Am Fuße des Wasserfalls gibt eine Art Wasserpark für Kinder, außerdem Restaurants und Souvenirläden. Auch die Krimmer wissen ihr Naturhighlight zu vermarkten.

Es führt ein Weg hinauf, dieser erfordert keinerlei technisches Können, nur etwas Kondition. Man läuft bergauf im zickzack den Berg hinauf. Der Wasserfall ist wirklich sehr schön, dadurch, dass er in drei Abschnitte unterteilt ist, bleibt auch die Motivation einen weiteren Teil erblicken zu können. Wenn der Pfad etwas anspruchsvoller wäre und nicht ein öder Sandweg hinaufführen würde, wäre es ein wenig spaßiger, aber auch so ist es nett.

Für uns etwas überraschend, sehr viele Menschen aus dem arabischen Raum machen hier Urlaub. Ich glaube, ich habe noch nie ein höheres Burkaaufkommen erlebt. Irgendwie spannend und wir überlegen, woran das wohl liegen könnte. Vermutlich ist es der starke Kontrast zu der eigenen Kultur. Wir lernen diese Menschen als freundlich und aufgeschlossen kennen. Besonders Tarta scheint ihnen zu gefallen, auch wenn ein gesunder Respekt vorhanden ist, sind besonders die Kinder interessiert an unserem Hund.

Wenn man etwas mehr als die Hälfte des Weges hinter sich hat, erreicht man eine Hütte. Wir beschließen eine kleine Pause einzulegen, denn in den vorherigen Hütten wurde stets gut aufgetischt. Es gibt einen Cappuccino auf der Sonnenterrasse, das Rauschen des Wasserfalls im Ohr. Das Essen verschieben wir dann doch lieber auf den Rückweg, denn vollgegessen bewegen, fällt doppelt schwer und so haben wir auch noch mehr Motivation nicht so sehr zu trödeln. Wir laufen weiter. Das Wetter ist fabelhaft und nun ändert sich der Weg auch etwas, aus Wald wird Lichtung und es geht ein Stückchen horizontal. Ein wenig Abwechslung ist ganz nett. Oben angekommen freuen wir uns natürlich und ich bin sogar motiviert die Wanderung noch etwas auszudehnen, das Wanderwegnetz ist nämlich sehr groß. Malte ist nicht so angetan und ich merke, der Hunger spricht aus ihm. Der Rückweg geht fix, im Schnellschritt laufen wir hinab. In der Hütte gibt es ein schönes Gulasch und ein Radler. Für mich eine Premiere – ein dunkles Radler. Lecker.

Am nahegelegenen Souvenirladen noch zwei Postkarten gekauft und wieder hinunter. Unten angekommen ziehen so langsam Wolken auf. Zum Glück sind wir früh am Morgen losmarschiert. Glücklich kommen wir wieder bei unserem Wagen an. Als wir uns zur Dusche ins Hotel aufmachen, beginnt es bereits zu regnen. Puh, das hätte auch ins Wasser fallen können.

Die Österreicher sind nette und lustige Menschen, wir fühlen uns hier sehr wohl und es ist auch mal schön wieder deutsch sprechen zu hören, da kommt direkt ein heimatliches Gefühl auf. Wir freuen auf unseren nächsten Halt – Wien, wir kommen!

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